Zähneputzen – die richtige Putztechnik

Einleitung – richtig Zähne putzen

Das Ergebnis einer Studie der Universität Witten/Herdecke (im Bezug auf das Zähne putzen) ist eindeutig und erschreckend. Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland putzen ihre Zähne falsch. Zähneputzen- was ist denn richtig und was falsch? Wie putzt man richtig? Was gilt es zu beachten?

Gesunde und schöne Zähne sind nie wichtiger gewesen als heute. Um ein Leben lang gesunde Zähne bzw. ein gesundes Gebiss zu haben, ist lebenslanges Putzen Voraussetzung dafür. Ein sauberer Zahn erkrankt nämlich nur selten.Zähneputzen ist eines der vielen täglichen Rituale für die meisten von uns, über das wir nicht wirklich nachdenken. Wir tun es einfach.Allerdings lohnt es sich, sich einmal mit der eigenen Putztechnik auseinanderzusetzen und diese unter die Lupe zu nehmen.

Als Kind bereits gelernt – Dennoch falsch

Mehr als die Hälfte der Erwachsenen wenden beim Putzen die Rotationsmethode an, das heißt, sie putzen in kreisenden Bewegungen. Bereits in der Kindheit haben wir diese Methode in der Kindheit erlernt. Allerdings gilt sie heutzutage als überholt bzw. sogar schädlich.
Aber warum ist das so? Die kreisenden Bewegungen durch die Zahnbürste bewirken, dass Zahnbeläge und Bakterien unter das Zahnfleisch gebürstet werden statt nach außen weg. Die Folge können Entzündungen des Zahnfleischs sein.

Die richtige Putztechnik

Wissenschaftler und Zahnärzte empfehlen, die Zähne mit der sog. Fegetechnik zu putzen. Bei dieser Technik wird die Zahnbürste am Zahnfleisch angesetzt und nach unten weggewischt. Geputzt wird IMMER von rot nach weiß, das bedeutet: vom Zahnfleisch zum Zahn. Beim Wischen wird ebenfalls die Bass- Methode angewandt: mit sanften Bewegungen wird gerüttelt, sodass Vibrationen entstehen. Diese Methode soll hartnäckige Zahnbeläge lösen und somit ermöglichen, dass die Borsten der Zahnbürste auch in die Zwischenräume eindringen können.

Eine kleine Anleitung:

  • Beim Putzen beginnst du immer mit den Zähnen, die schwieriger zu erreichen sind, sprich den Backenzähnen.
  • Das Säubern der Backenzähne gestaltet sich in der Regel immer am schwierigsten. Beim Beginn des Putzens ist man meist noch gründlicher.
  • Vergiss nicht, dass Zähne vier bzw. fünf Flächen haben.
  • Nicht nur Vorder- und Rückseite sowie die Kaufläche müssen gesäubert werden. Die Zahnzwischenräume dürfen ebenfalls nicht vergessen werden.
  • Für ihre Reinigung eignen sich geeignete Hilfsmittel wie Zahnseide, Zahnzwischenraumbürsten und Zahnhölzer.

Wie oft und wie lange sollte man Zähne putzen?

Die Regel, man solle sich die Zähne nach jeder Mahlzeit oder mindestens dreimal täglich putzen, hält sich noch immer hartnäckig. Sie ist gerade bei Berufstätigen kaum anwendbar, denn wer schleppt schon ständig das dafür nötige Putzzeug mit. Die Zahnärzte geben zum Glück Entwarnung: Wenn die Zähne ordentlich geputzt werden, ist zweimal am Tag ausreichend.

Ebenfalls veraltet und überholt ist die Drei-Minuten-Regel.

Jedes Gebiss ist anders, jeder Mensch putzt unterschiedlich schnell und effektiv. Aus diesen Gründen lässt sich keine genaue Angabe zu einer angemessenen Dauer des Zähneputzens machen. Wer überprüfen möchte, ob er seine Zähne auch richtig geputzt hat, kann sich in der Apotheke Färbetabletten besorgen. Die Färbetabletten im Mund zergehen lassen, Zahnbeläge färben sich blau. Du siehst somit genau, wo du nachputzen musst.

Die richtigen Bürstenköpfe

Klassische Zahnbürste oder elektrische Zahnbürste? Daran scheiden sich wahrlich die Geister. Mit beiden Bürsten lassen sich die Zähne im Prinzip gründlich putzen. Worauf es dabei ankommt, ist einzig und alleine die richtige Putztechnik. Bei der Wahl der Zahnbürste sind das Borstenfeld und oben abgerundete Borsten. Unterschiedlich lange Borsten oder flexible Borstenköpfe sind dabei nicht notwendig.

Bitte wechsle deine Zahnbürste alle zwei bis drei Monate, spätestens aber dann, wenn die Borsten ausgefranst und abgenutzt sind!

Die richtige Zahnpasta

Wichtig bei der Wahl der Zahnpasta ist, dass sie Fluorid enthält. Fluorid schützt deine Zähne nachweislich vor Karies. Wenn deine Zähne empfindlich sind, ist die Verwendung einer Sensitiv- Zahnpasta ratsam. Das sind Pasten mit einem sehr sanften Abrieb. Viele Zahnpasten auf dem Markt versprechen strahlend weiße Zähne. Sie sollen Verfärbungen von Kaffee, Tee oder Nikotin entfernen. Diese eignen sich allerdings keineswegs für empfindliche Zähne, denn sie haben einen sehr starken Abrieb und auf Dauer den Zahnschmelz verletzen.

Vorbeugung besser als Behandlung

Wer seine Zähne richtig putzt und zweimal im Jahr den Gang zum Zahnarzt wahrnimmt und eine Kontrolle durchführen lässt, kann Karies und auch Zahnfleischentzündungen vorbeugen und rechtzeitig behandeln lassen. Kinder sollten so früh wie möglich an die Zahnarztbesuche herangeführt werden. So wird der Gang und die Kontrolle nicht zu einem Drama.

Auch wenn Kinder selbständig die Zahnbürste halten können, ist es ratsam, immer dabei zu sein und Hilfestellung zu leisten. So wird gewährleistet, dass auch wirklich alle Zähne richtig geputzt werden.

Die Zahnarzthelferinnen zeigen den Kindern gerne an einem großen Gebiss, wie man die Zähne richtig und gründlich putzt. Anhand der Färbetablette sehen die Kinder bei sich, wie gut sie die Zähne tatsächlich geputzt haben. Das dient ebenfalls zur Motivation, einmal mehr gründlich zu putzen.

Es ist also nie zu spät, das Putzen richtig zu lernen!

Mehr zum Thema:
Zahnarzt für Steglitz Dr. Goldin

Kommentare

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1 Antwort

  1. Manuela sagt:

    Ein interessanter Artikel…gibt es mehr davon?

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